Sonntagsragù aus einem Topf, Set Kurzurlaub

Sonntagsragù aus einem Topf

Zwei Stunden, in denen man nichts tut. Genau das macht den Unterschied zur Bolognese von Dienstag.

Gesamtzeit
140 Min.
20 Min. Vorbereitung, 120 Min. Kochzeit
Portionen
4
Schwierigkeit
einfach

Zutaten

  • 500 g Hackfleisch, halb Rind halb Schwein
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 gehäufter EL Bolognese
  • 1 gestrichener TL Pesto Rosso
  • 2 EL Tomatenmark
  • 150 ml Rotwein
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 200 ml Milch
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 g Tagliatelle
  • Parmesan am Stück
  • Salz fürs Nudelwasser

Vorbereitung

Zwiebel, Karotte und Sellerie sehr fein würfeln, alles etwa gleich groß. Das ist die einzige echte Arbeit an diesem Rezept, und sie lohnt sich: grobe Stücke bleiben grobe Stücke, feine verschwinden in der Sauce und machen sie süß.

Zubereitung

  1. Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Das Gemüse bei mittlerer Hitze 10 Minuten anschwitzen, bis es weich und glasig ist. Nicht bräunen.
  2. Hackfleisch dazu, Hitze hoch. Nicht sofort rühren. Erst wenn die Unterseite braun ist, mit dem Löffel zerteilen. Insgesamt 8 Minuten, bis nichts mehr grau ist.
  3. Tomatenmark unterrühren und 2 Minuten mitrösten, bis es dunkler wird und süßlich riecht. Dieser Schritt wird oft übersprungen und fehlt dann am Ende.
  4. Bolognese einrühren und eine Minute mitrösten. Mit Rotwein ablöschen, alles Angesetzte vom Boden lösen und den Wein fast vollständig einkochen lassen.
  5. Gehackte Tomaten, Milch und Lorbeerblatt dazu. Die Milch macht das Fleisch mürbe, sie flockt kurz aus und verschwindet wieder.
  6. Deckel schräg auflegen und 90 Minuten bis 2 Stunden bei kleinster Hitze ziehen lassen. Alle 20 Minuten umrühren. Fertig ist es, wenn sich am Rand Öl absetzt.
  7. Erst ganz zum Schluss das Pesto Rosso einrühren, Herd aus, 5 Minuten stehen lassen. Es bringt die frische Tomaten- und Kräuternote zurück, die zwei Stunden Kochen herausgezogen haben.
  8. Tagliatelle sehr al dente kochen, abgießen, mit zwei Kellen Ragù und einem Schuss Nudelwasser im Topf schwenken. Parmesan frisch am Tisch darüberreiben.

So soll das Ergebnis sein

Dunkel, fast bräunlich, nicht knallrot. Das Ragù fällt vom Löffel, statt zu fließen. Man erkennt kein einzelnes Gemüsestück mehr, schmeckt sie aber alle.

Varianten

  • Am nächsten Tag: schmeckt besser. Ruhig einen Tag vorher kochen und langsam wieder erwärmen.
  • Einfrieren: portionsweise bis zu drei Monate. Ohne Nudeln einfrieren.
  • Ohne Wein: durch dieselbe Menge Rinderbrühe ersetzen und einen TL Balsamico dazugeben.

Für den Geschmack

2 der Zutaten oben sind Genusspower-Sorten. Was sie in diesem Rezept tun, steht daneben.

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